Verurteilt zu Schadenersatz!

Verurteilt zu Schadenersatz! Ein besserer Spamfilter hätte geholfen.

Ein jüngeres Urteil des Landgerichts Bonn erregt Aufmerksamkeit: Ein Rechtsanwalt wurde zu Schadenersatz gegenüber seinem Mandanten verurteilt. Er hatte E-Mails seines Mandanten übersehen, weil sie vom Spamfilter aussortiert worden waren, und hatte deshalb Fristen versäumt. Aus der Urteilsbegründung: „Der Beklagte kann sich nicht damit entlasten, dass die Email vom 23.05.2011 angeblich nicht in seinem Email-Postfach einging, sondern durch den Spam-Filter aussortiert wurde. Der Beklagte hat die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nicht beachtet, weil er seinen Spam-Filter nicht täglich kontrolliert hat.”

Das Urteil bestätigt erneut, welch hohe Anforderungen an einen Spamfilter gestellt werden müssen. Ohne Spamfilter geht es nämlich nicht. Bei derzeit gut 77% Spamanteil im Mailverkehr würde jedes Postfach einfach überlaufen. Eine gründliche Durchsicht aller eingehenden E-Mails ist ohne Spamfilter jedenfalls nicht denkbar. Falsch Positive, also fälschlich vom Spamfilter als Spam erkannte echte E-Mails, können andererseits zu einem echten Problem werden, wie das Urteil zeigt.

Wichtig zur Beurteilung der Qualität eines Spamfilters sind neben der zuverlässigen Erkennung von Spam und anderen unerwünschten Mails deshalb zwei Dinge:

  1. Eine niedrige Falsch-Positiv-Rate
  2. Eine übersichtliche Quarantäne

Der antispameurope Spamfilter verrichtet seine Arbeit daher in zwei Stufen. In der ersten Stufe werden eindeutig als unerwünscht erkannte Mails gar nicht erst angenommen, sondern geblockt. Der sendende Mailserver benachrichtigt darüber den Absender; die E-Mail gilt als nicht zugestellt. Erst in der zweiten Stufe werden noch verbleibende unerwünschte Mails in der Quarantäne abgelegt. Die Quarantäne bleibt deshalb klein und übersichtlich und kann schnell durchgesehen werden – für den unwahrscheinlichen Fall, dass bei garantiert weniger als 0,0004% Falsch Positiven doch einmal eine E-Mail fälschlich aussortiert wird.

Ein übersichtlicher, konfigurierbarer Spamreport und das antispameurope Control Panel helfen dem Benutzer zusätzlich dabei, den Überblick über seinen gesamten Mailverkehr zu behalten. Noch sicherer fährt man mit dem antispameurope E-Mail-Archiv: Weil dort alle ein- und ausgehenden E-Mails für Jahre sicher gespeichert werden, findet man schnell mit wenigen Klicks alle E-Mails zu einem Stichwort oder von einem bestimmten Absender. Das Archiv dient daher auch zur Dokumentation darüber, welche E-Mails eingegangen sind und welche nicht.

LG Bonn · Urteil vom 10. Januar 2014 · Az. 15 O 189/13 – https://openjur.de/u/691773.html#