Hornetsecurity unterstützt Verfassungsbeschwerde von TeleTrust

 

Es zeichnete sich ab: Der seit Jahren diskutierte Einsatz eines Bundestrojaners wurde Ende Juni vom Bundestag beschlossen. Somit sind – in den engen Grenzen des Richtervorbehalts – zusätzliche Spionageaktivitäten von Seiten des Staates möglich. Die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung (Quellen-TKÜ) dient nun nicht mehr nur der Terrorabwehr, sondern sie lässt sich auch auf etliche „schwere Delikte“ wie Hochverrat und Mord, aber auch Hehlerei, Geldfälschung und Wettbetrug anwenden.

 

In unserem Leitbild steht unter anderem: „Daten und Informationen sind wertvolles Eigentum unserer Kunden. Der Schutz dieser Daten hat für uns höchste Priorität.“ Diesem Versprechen unseren Kunden gegenüber fühlen wir uns nach wie vor verpflichtet. Dabei spielt es für uns keine Rolle, welche Software zum Einsatz kommt und aus welcher Quelle auch immer sie stammt. Der umfangreiche Zugriff auf persönliche Inhalte auf einem Endgerät, also auch auf Fotos, Videos und Kontaktdaten, stellt einen Eingriff in die Grundrechte dar, den wir nicht akzeptieren.

 

Hatte sich der Bundestag vor nicht allzu langer Zeit noch das Ziel gesetzt, Verschlüsselungstechnologie zu stärken, steht die Einführung des Bundestrojaners im Widerspruch dazu und sorgt somit für Verunsicherung sowohl in der IT-Industrie als auch bei Anwendern. Dieses Spannungsfeld aufzulösen, dürfte schwierig werden. Und selbst wenn durch den Bundestrojaner die Möglichkeit besteht, verschlüsselte Kommunikationen in Klarsprache auszulesen, werden die Zielpersonen Alternativen finden und auf andere Kommunikationskanäle ausweichen.

 

Aus diesen Gründen unterstützen wir TeleTrust, den Bundesverband IT-Sicherheit, der eine Verfassungsklage in Karlsruhe gegen dieses Gesetz angekündigt hat. Zudem werden wir auch weiterhin jede Art von Malware oder Spionagesoftware bekämpfen, die die Daten unserer Kunden bedroht. Egal, welcher Quelle sie entstammt.