Als Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung absolviert Jennifer ihre Ausbildung in einer echten Männerdomäne. Sie ist 22 Jahre alt, im 2. Ausbildungsjahr und gibt uns heute einen Einblick in ihren Arbeitsalltag.

Du hast nach deinem Abitur zunächst Elektrotechnik studiert. Wie kam es dazu, dass du dich dann doch für eine Ausbildung entschieden hast?

Mir hat das Studium nicht gefallen. Es war sehr theoretisch und das Themengebiet hat nicht zu mir gepasst. Bereits während des Studiums habe ich mich für das Programmieren interessiert. Das Interesse war letztendlich so groß, dass ich eine Ausbildung in dem Bereich machen wollte.

Du bist jetzt schon im 2. Ausbildungsjahr – was für Aufgaben hast du bereits übernommen?

Im ersten Ausbildungsjahr habe ich zusammen mit anderen Auszubildenden an einem Tool gearbeitet, um das Schreiben von Ausbildungsberichten zu vereinfachen. Das Tool wird jetzt von allen Azubis im Unternehmen angewandt. Momentan arbeite ich an einer App für das Hornetsecurity Control Panel, damit man es auch mobil nutzen kann.

Hat sich während deiner Ausbildung bereits etwas im Betrieb verändert?

Ja, sogar recht viel. Es sind viele neue Mitarbeiter dazugekommen. Als ich angefangen habe, waren wir ca. 80 Mitarbeiter, mittlerweile sind es schon mehr als 130. Den Zuwachs haben wir auch in unserer Abteilung gemerkt. Damit wir uns besser organisieren können, haben wir die Abteilung in einzelne Teams unterteilt und die Aufgaben separiert.

Die IT-Branche wird überwiegend von Männern dominiert. Auch die Kollegen in deiner Abteilung sind hauptsächlich männlich – wie kommst du damit zurecht?

Ich habe damit gar kein Problem, meine Kollegen sind sehr nett und ich komme gut mit ihnen aus. Wenn ich eine Frage habe, wird mir direkt geholfen und der Umgang untereinander ist sehr gut. Außerdem gibt es genug weibliche Unterstützung.

Kannst du einen typischen Arbeitstag von dir beschreiben?

Ich starte morgens in der Regel zwischen 7:00 Uhr und 7:30 Uhr. Meine Arbeitszeiten kann ich mir frei einteilen. Meist fange ich damit an, die Aufgaben für den jeweiligen Tag zu planen, um sie anschließend abzuarbeiten. Regelmäßig kommen noch Meetings dazu, in denen wir unser Vorhaben und die Fortschritte in den Projekten besprechen.

Weißt du schon, was du nach deiner Ausbildung machen wirst?

Nein, meine Zukunft halte ich mir noch offen. Ich denke, dass ich zunächst noch ein paar Jahre bei Hornetsecurity weiterarbeiten möchte. Vielleicht entscheide ich mich dann nochmal zu einem Studium. Genaueres kann ich aber nicht sagen.